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Christian Ghion

Christian wurde in der Pariser Vorstadt geboren, wo er auch aufwuchs und zur Schule ging. Vielleicht ist das der Ursprung seiner unersättlichen Neugier und nicht versiegenden Entdeckungslust und Experimentierfreudigkeit. Auf dem Gymnasium begeisterte er sich für die Fotografie und wirkte an der Schülerzeitung mit. Später schwankte er zwischen dem Studium der Politikwissenschaften und der Filmhochschule, bewarb sich schließlich beim französischen Geheimdienst und entschloss sich letztendlich, Jura zu studieren.

Nach seinem Abschluss schrieb er sich an der École du Louvre ein und war Assistent des Filmregisseurs François Reichenbach, während er zugleich kleinere Renovierungsarbeiten für Freunde übernahm. Zahlreiche Merkmale dieser ersten Tage sind bis heute unverrückbar in Christians persönlichem Geschmack verankert.

Zu Beginn seines Berufslebens war Christian ein typischer Hansdampf in allen Gassen auf der Suche nach seinem Weg, den er schließlich an der École d´Architecture in Paris-Conflans finden sollte, wo er sich am Institut für Möbeldesign einschrieb. Nach seinem dortigen Abschluss setzte er sein Studium an der Hochschule für Industriedesign fort. Mit 28 Jahren legte er dort sein Examen ab und begann eine fruchtbare Beziehung mit dem Architekten Patrick Nadeau, die 10 Jahre dauern sollte. 1998 beschloss Christian, sich selbständig zu machen und eröffnete einen Laden im pulsierenden Zentrum von Paris. Die Eröffnung seines eigenen Studios war der Startschuss für seine Karriere. Schon bald machte sich Ghion einen Namen im französischen und internationalen Design. Sein eklektischer Stil führte ihn in die verschiedensten Richtungen, so dass so renommierte Firmen wie Cappellini, Cinna, Roset, Driade, Neotu, Octante, Poltrona Frau, Salviati, Sawaya & Moroni und XO auf ihn aufmerksam wurden und unter Vertrag nahmen. Im Bereich der Mode hat er eine Trophäe für die „Venus de la Mode“, Möbel für Thierry Mugler sowie Parfumflakons für Dior, Lanvin und Yves Saint Laurent entworfen und bei Colette und Comme des Garçons ausgestellt.

Weitere Erfolge ermöglichten ihm Ausstellungen im Musée d´Arts Décoratifs, im Postal Museum, bei der Fondation Cartier und auf der Design Biennale in Saint-Étienne. Dauerausstellungen seiner Werke finden sich darüber hinaus in den Sammlungen des Fonds National d´Art Contemporain in Paris, des Musée d´Arts Décoratifs und dem Guggenheim Museum in New York. Zudem hat er zahlreiche Preise erhalten, allen voran den begehrten „Grand Prix de la Création de la Ville de Paris“.

Unerschöpfliche Energie, unersättliche Neugier und internationale Anerkennung konnten Ghions Karriere oder seiner Begeisterung nichts anhaben. Er hat seinen Sinn für Humor mit einem Schuss Verrücktheit bewahrt, wie man aus seiner monatlichen Kolumne „Lab”surde” im Magazin Jalouse, den erstaunlichen visual effects für Paris Mode und seinen witzigen Verkleidungen zum Entzücken von Familienangehörigen und Freunden schließen kann.

Freigebig und großherzig, wurde Christian Ghion auch zum „Talent-Scout“, indem er Events veranstaltet, auf denen Designer zusammenkommen. Alljährlich organisiert er das „Designlabor“ auf der Möbelmesse in Paris, das jungen Designern die Möglichkeit bietet, ihre ersten Arbeiten einer Vielzahl von internationalen Fachbesuchern vorzustellen, die Innovation suchen.

Er ist ironisch, maliziös, verspielt und wird immer so bleiben, stets bemüht, sein wahres Ich zu verbergen.

http://www.christianghion.com

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